Grundgesetz und Leitkultur: Würde

In meiner Reihen über die Identifikation mit dem Grundgesetz und seiner Bedeutung nun der Artikel 1 des GG

(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
Ein großes Wort, das unbedingten Eindruck macht und wohl schnell Zustimmung bewirkt. Aber was bedeutet es?

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Das Unbehagen mit Volk und Leitkultur

Wenn immer nunmehr das Wort ‚Volk‘ verwendet wird, so löst es einen negativen Reflex aus. Auch die Bundeskanzlerin ersetzte es in ihrem Sprachgebrauch zunächst durch ‚Bevölkerung‘, dann durch die ‚Menschen, die schon länger hier leben‘. Was ist nun das Stigma, das dem Wort anhaftet?

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Die Welle und die Identität

Gerade sah ich den Film Die Welle von 2008. Gedacht war wohl, dass man die Psychologie und Verführbarkeit des Menschen demonstrieren wollte. Das Ende vorhersehbar: Es musste in einem Fiasko enden, der demonstrierte Faschismus als ganz schlimm entlarvt. Heraus kam aber etwas anderes. Nur wer ideologische Scheuklappen trägt, erkennt nicht das gesellschaftlich – politische Problem:

Der Entstehung der Gemengelage wurde hinreichend Raum gewidmet: Es gibt in der Postmoderne massive Defizite, die sich in einer problematischen Jugendkultur zeigte: Die Missstände, die als Auslöser der Bewegung genutzt wurden, waren real! Die Problempersönlichkeit des Tim Stoltefuss wurde bereits im Ausgangs-Setup als gefährdete Person vorgestellt. Natürlich gibt es die auch im normalen Leben, und natürlich stellen diese in einer faschistoiden Gesellschaft besondere Gefahren her.

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Realität, Messung, Objektivität

Der Positivismus gilt als die Ansicht, dass nur das objektiv Prüfbare auch Relevanz hätte. Darum ist es eine Paradeposition für den ontologischen Naturalismus, der immerhin die Alleinvertretung beansprucht, das die Naturwissenschaften ja den (methodischen) Naturalismus als Eingangsprämisse ansetzen. Wie schwer es allerdings ist, auch eigentlich einfache Fakten festzustellen … davon handelt beispielhaft dieser Beitrag.

Als Fortsetzung zu Wissenschaft und Erkenntnis will ich ein wenig in die Tiefe des Details dringen. Im Besonderen die Frage: Wie kann man überhaupt eine globale Erwärmung feststellen? Und wie stark ist diese?

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Diskurs und Motive

Philosophieren und Nachdenken schlechthin kann nicht nur eine sehr einsame Sache sein, sondern birgt auch die Gefahr, dass man sich in bestimmte Ansichten verrennt und ohne Korrektiv eben das Ziel aus den Augen verliert. Ein innerer Dialog mag ein Stück weit helfen, aber erst der Diskurs mit anderen vermag hier weiterführende Gedanken einspeisen.

Ebenso ist es auch Sache eines gesellschaftlichen Diskurses über Politik und Gestaltung, welche Themen wie das Leben bestimmen können. Nicht zuletzt ist es im wissenschaftlichen Bereich gerade dann erforderlich, wenn ein einfaches Lehrgespräch nicht mehr hinreichend sichere Erkenntnis bringen kann. Gründe gibt es also genug, einen Diskurs zu suchen.

Allerdings kommen an vielen Orten Zweifel auf, ob es angesichts negativer Tendenzen überhaupt sinnvoll ist, den Diskurs als öffentliche Plattform zu suchen.

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Selbstverständnis und Identität

Was ist der Mensch? … so lautet eine der philosophischen Grundfragen, auch in der Ausprägung: Wer oder was bin ich?

Dies lässt sich auch nicht trennen von soziologischen und entwicklungpsychologischen Aspekten. Aber es ist keine exklusive Frage der Adoleszens, sondern eine existenzielle Frage. Hier will ich einen Aspekt daraus betrachten: Einbettung des Einzelnen in die Gemeinschaft – der Mensch als soziales Wesen. Gerade durch die Anerkennung in der Gemeinschaft erhält so mancher Mensch seine Identität. Alleine in die Welt geworfen mag ihn die Einsamkeit und Leere umfangen, aber in seiner Verortung als Teil einer Gemeinschaft versteht er sich selbst erst als Person in einem Sinnzusammenhang.

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Jörg Bernig ››Habe Mut …‹‹. Eine Einmischung – Meinungsfreiheit

Ein zentrales Thema der Rede ››Habe Mut …‹‹. Eine Einmischung  ist die Meinungsfreiheit und die aktuelle Politik:

In meinem 2014 erschienenen Roman »Anders« habe ich das
Schicksal eines Lehrers beschrieben, dessen Leben ruiniert wird. Der Grund dafür war, dass er eine Meinung vertrat, die nicht
dem Mainstream entsprach. Ich schrieb diesen Roman, weil ich beobachtet hatte, dass in Deutschland die Auseinandersetzung mit anderen Meinungen immer militanter geführt wurde, mit
immer unverhohlenerer Absicht, den Anderen fundamental zu
beschädigen. Dies ist in der Zwischenzeit massenhaft geschehen mit den Kritikern der sogenannten Flüchtlingspolitik.

Jenseits der inhaltlichen Frage, ob denn die Flüchtlingspolitik so oder so zu kommentieren und verstehen ist, ist der Vorwurf erschreckend. Wenn praktische Meinungs- und Zensurfreiheit derartig unterlaufen wird, dass viele hier dramatische Defizite melden, stellt sich die Frage: Ist das so?

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Intellektualismus und Jörg Bernig ››Habe Mut …‹‹. Eine Einmischung

Jörg Bernig, ein deutscher Erzähler und Lyriker, anerkannt im Kulturbetrieb, hat einen Eklat ausgelöst mit o.g. Rede. Weniger vor dem Publikum der 3. Kamenzer Rede, das sich mit reichlich Applaus bedankte, sondern mit dem Umgang damit. Ein Anlass, genauer hinzuschauen.

Hier ging es um die Aufklärung, Toleranz, deutsches Selbstverständnis, Medien und aktuelle Politik – aus Perspektive Lessings und Kants. Die Anregungen waren dicht und sollten in mehreren Artikeln behandelt werden. Hier aber vom Ende her – Der öffentlichen Rezeption: Der MDR wollte diese Rede aus dem Programm nehmen, machte sie dann aber dennoch öffentlich, nachdem es Kritik hagelte.

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Die Wirkmächtigkeit der Ideologie

Im Kontext des Terrorismus der letzten Jahre fällt die enge Verflechtung zwischen Islamismus und Terrorismus auf. Im öffentlichen Diskurs haben sich zwei gegensätzliche Narrative herausgebildet:

  1. Der Islam, im Besonderen salafistischer Prägung, sei Ursächlich für den Terrorismus, bzw. ein wesentlicher Faktor zum Entstehen des selben. Demnach wären inhaltliche Aussagen motivierend und prägend, zumindest aber rechtfertigend.
  2. Der Terrorismus basiert auf sozialer Entkoppelung und ist vor allem ein gesellschaftliches Problem, bei dem der Islamismus austauschbare Fassade sei.

Exemplarisch sei hier auf zwei Texte verwiesen

Dies führt aber jenseits des Vordergründigen zur Frage: Sind Inhalte religiöser oder sonstiger Ideologien wirkmächtig und handlungsbestimmend? Oder sind diese lediglich Ausdruck bestimmter gesellschaftlicher und individueller Befindlichkeiten und mehr Symptom als Ursache?

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Meinungen, Fakten, Argumente, Diskurs vs. Lethargie

Mir erscheint es, als würde nicht mehr über die existenziellen Fragen nachgedacht – ein offener Diskurs findet immer weniger statt. Sowohl innerlich als auch öffentlich. Und das, obwohl die Zeiten nie günstiger waren: Nie zuvor gab es so viel Wissen, so viele ungelöste Fragen, so leichte Zugangsmöglichkeiten zum Austausch … Aber es gibt doch unzählige Websites mit Kommentaren und Diskussionsforen … so viele Gespräche zwischen Freunden und politischen Positionen, Kollegen u.v.m. … zählen die nicht? Woher kommt denn mein Eindruck?

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