Dem Namen nach sind Philosophen die Freunde der Weisheit. Können diese überhaupt böse sein? Denn der Anspruch, das Wahre und Gute zu suchen wird keineswegs stets erfüllt. Ob nun Philosophen fatalen Irrtümern aufsitzen oder gar von einem perfiden Motiv getrieben sein können, so bleibt doch unbestritten, dass es böse Ideologien gibt, die sich von gewissen Philosophien nicht trennen lassen. Rechtfertigung von Massenmord fängt zumeist nicht mit einer offensichtlichen Abscheulichkeit an sondern kommt zuweilen Unschuldig, vielleicht in Anlehnung an das wahre Gute daher, aber verführt zunächst unmerklich auf einen Weg, der in den Abgrund führen kann. Ist Nietzsches Philosophie böse, denn er war offensichtlich ein Wegbereiter des Nationalsozialismus? Hat der Nominalismus einen verderblichen Kern? Ist jeder, auch noch so kleine Ansatz zur Differenzierung von Menschen und Kulturen im Kern bereits rassistisch?
Alexander Dugin hält den Liberalismus 2.0 für verderblich. Johannes Hartl, vielbeachteter spiritueller Impulsgeber und Philosoph, erhob den Vorwurf, Alexander Dugins Philosophie sei böse. Apriori kann dies nicht beurteilt werden, sondern muss genauer geprüft werden …
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