Zeitgeist und Klimawandel

In der Philosophie gibt es ein Klima, das man Zeitgeist nennt, und der philosophische Klimawandel ist die Geistesgeschichte. Aber diese hat auch etwas mir dem sogenannten Globalklima zu tun. Denn die behauptete Erderwärmung mit den befürchteten Nachteilen und Katastrophen wirft einen Schatten auf die Zukunftserwartungen und prägt zeitgenössisches Denken. Immerhin wird das globale und persönliche Konsum- und Wirtschaftsverhalten massiv in Frage gestellt. Viele fordern auch ein politischen Wandel im Zeichen der plakatierten Klimakatastrophe. Hier aber wollen wir zwei Aspekte genauer betrachten, worin sich die Philosophie mit dem Klimawandel schneidet:

  • Erkenntnistheorie: Was können wir zum Sachstand wissen? Haben wir ein gigantisches Problem oder nicht? Sicher?
  • Ethik und Moral: Was folgt aus dem Klimawandel für unser Handeln? Gibt es eine Klimagerechtigkeit?

Mich stört, wenn man diese Themen unreflektiert irgendwie und beliebig beantwortet. Ebenso wenn man diese Antworten irgendwelchen ideologischen Fixierungen oder persönlichen Interessen unterordnet. Aber es gibt Abhilfe …

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Vertrauen wir Experten?

Vertrauen ist ein gute Sache. Ohne das kommen wir nicht aus. Unter Freunden, Familie, Kollegen … in jeder Gemeinschaft und Sozialwesen kann es nicht gehen, wenn da nicht ein Minimum an Vertrauen herrscht. Und wenn mehr als das Minimum besteht, sprechen wir von Geborgenheit. Das Urvertrauen kommt aus der Familie. Kleine Kinder müssen sich auf ihre Eltern verlassen, sie haben keine Alternative. Zwischen Partnern und Liebenden ist das der Grund, auf dem die Beziehung steht.

Dennoch sind wir oft desillusioniert. Wir wissen, dass Vertrauen auch missbraucht werden kann. Oder dass manche ihr Versprechen nicht halten. Betrüger können nur dann erfolgreich ihrem Geschäft nachgehen, wenn sie zuerst das Vertrauen gewonnen haben.

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Glaube und Philosophie – (k)eine Abgrenzung

Manch einer, der Interesse an Philosophie hegt, wird den Glauben bzw. den Gläubigen abschätzig kategorisieren. Dabei ist es m.E. gar nicht möglich, nicht zu glauben. Es unterscheiden sich lediglich Glaubensinhalte, die Stärke der Überzeugung und der Grad der Reflektion.

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Prüfkriterien für Dogmen

Wer mir bis hierher folgte – siehe Wehe und Wohl des Dogmas – wird sich fragen: Alles prüfen, auch Dogmen … gut und schön … aber wie soll das gehen? Immerhin wissen wir ja, dass der feste Grund, der Maßstab ja wieder auf einem Dogma beruht … und darum beliebig wird. Ist das so?

Nicht ganz … aber bevor wir den Einwand näher untersuchen, sei eine Betrachtung angestellt. Dogmen kann man wie vieles andere in Dimensionen gliedern:

  • Wahrheit: Wenn ein Dogma offensichtlich nicht wahr ist, sollten wir ihm misstrauen.
  • Moral: Wenn ein Dogma zum Bösen führt, ist es bedenklich.
  • Funktion und Präferenz: Wenn ein Dogma lediglich Vorlieben bedient, ist es verdächtig.

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