Gott ist gemäß der christlichen Lehre allwissend, allmächtig und allgütig. Dennoch existiert das Übel in der Welt. Gemäß der Kohärenztheorie der Wahrheit können auch Dogmen im Sinne von Prämissen überprüft werden: Wenn diese zu unauflösbaren Widersprüchen führen, können sie nicht wahr sein. Bezogen auf das genannte Problem gibt es aber eine gute Lösung:
Die Theodizee wurde von Gottfried Leibniz 1710 gelöst: Die Welt sei „die beste aller möglichen Welten“ – womit natürlich nicht der Zustand der Welt gemeint sein kann, sondern seine Grundverfasstheit, da der Zustand einer Welt im Wandel, die den Menschen zu seiner Verbesserung herausfordert, nicht optimal sein kann.
Viele Philosophen haben sich vorher und nachher mit dem Problem beschäftigt. Norbert Hoerster (* 15. März 1937 in Lingen) ist ein deutscher Philosoph, der sich insbesondere mit Fragen der Rechtsphilosophie, Ethik und Religionsphilosophie beschäftigt. Er lehrte von 1974 bis 1998 Rechts- und Sozialphilosophie an der Universität Mainz (Wikipedia 24.06.2016). Man dürfte folglich eine fundierte Argumentation erwarten. Sein Aufsatz aber enttäuscht mangels Stringenz. Dies wird im Folgenden gezeigt
„Replik auf ‘Unlösbarkeit des Theodizee-Problems‘ von Norbert Hoerster“ weiterlesen