Ganz offensichtlich ist es eine Grundfrage für jeden, wer er eigentlich sei. Manchmal explizit und bewusst, oftmals implizit durch die Suche nach Identifikationsfiguren. Zumeist ist darin die Einordnung in die soziale Bezugsgruppe ausschlaggebend. Dies ist für gewöhnlich verbunden mit Adaption des vorherrschenden Gruppen-Selbstverständnis. Stabilisierend für diese gruppendynamische Prozesse ist die Beimessung der Loyalität zu dieser Gruppe als hohen Wert. Wie weit passt dies zur Selbstbestimmung und Eigenverantwortlichkeit des Menschen?
Da viele gruppendynamische Prozesse unabhängig von der konkreten Ideologie und Wertvorstellungen ablaufen, stellt sich die Frage: Sind Ideologien zumeist nur ein Überbau, der inhaltlich fast keine Bedeutung hat, sondern sozioökonomische und politische Prozesse das Denken prägen? Frei nach der marxistischen These: Das Sein bestimmt das Bewusstsein?
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