Keineswegs ist die Philosophie als dem Schöngeistigen der Wirtschaft als dem Profanen abhold. Vielmehr gibt es vielfältige Wechselwirkungen. Das berühmte Zitat von Karl Marx lautet: „Es ist nicht das Bewußtsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewußtsein bestimmt.“ – es ist natürlich nicht vollständig zutreffend, denn innerhalb einer sozial vergleichbaren Schicht bilden sich sehr stark divergierende Lebenseinstellungen aus. Aber keiner wird ernsthaft bezweifeln, dass hier ein starker Einfluss vorliegt. In tiefer Armut und Mangel wird sich kaum die Muße finden lassen, um das Leben und seine Grundfragen zu reflektieren.
Viele Fragen des Wirtschaftens stehen unter der moralischen Vorbehalt: Was ist gerecht? Was ist Ausbeutung? Ist Ehrlichkeit und Geschäftsmoral ein Erfolgsfaktor? … Auch konkrete Fragen des ökologischen Selbstverständnisses und der Nachhaltigkeit prägen Gesetze, die massiv das Wirtschaftssystem prägen. Hier ist Ideologie omnipräsent, die sich weitgehend von einer rationalen Entscheidung entfernt, sondern sich auf ‚moralische‘ Grundeinstellungen stützt. Das wird hier in Bezug auf die Energiepolitik diskutiert.
Das Zitat „Erst kommt das Fressen, dann die Moral“ stammt von Bertolt Brecht aus „Die Dreigroschenoper„ und bedeutet, dass grundlegende Bedürfnisse Vorrang vor moralischen Überlegungen haben. Das ist natürlich ebenso nur eingeschränkt richtig. Im Besonderen, da sich unter armen Leuten zuweilen ein moralischeres Verhalten findet, als unter Reichen. Im Bereich der Energiepolitik wird dem klar widersprochen. Man ist seit Jahren dabei, die Wirtschaft massiv zu schädigen mit einer fragwürdigen moralischen Begründung. Sicher gibt es bei jeder politischen Entscheidung auch Profiteure, aber viele, die diese Entscheidungen unterstützen, schaden sich massiv selbst. Die propagierte Ideologie verhindert die klare Erkenntnis, dass man sich den Ast absägt auf dem man sitzt. Es wird glauben gemacht, dass der Einfluss auf die Wirtschaft durch das Ziel der Klimaneutralität nur geringfügig oder gar positiv beeinflusst werde. Das ist jedoch nachweislich irreführend. Eine steile These? Wir werden dies im Detail herleiten.
Hintergrund Klimaschutz
Der Zusammenhang zwischen dem atmosphärischem Anteil sogenannter Treibhausgase und der mittleren Erdtemperatur ist wissenschaftlich robust belegt. Das hängt mit dem Absorbtions- und Reemisionsverhalten von Gasen zusammen. Die wichtigsten infrarot-aktiven Gase sind Wasserdampf, CO2 und Methan. Wir konnten einen Anstieg des CO2-Anteils von etwa 280 ppm auf 420 ppm beobachten und gehen aufgrund der Wirtschaftsaktivitäten von einem weiteren Anstieg des CO2-Anteils aus. Weiterhin beobachtete man einen Anstieg der mittleren Erdtemperatur währen der letzten 150 Jahre um über einem Grad.
Die Ansicht, dass der Anstieg der Erdtemperatur vollständig oder überwiegend durch den CO2-Anteil verursacht wird, wird von vielen Wissenschaftlern des medialen Mainstreams vertreten. Dies ist allerdings nicht unumstritten, denn das Klimasystem der Erde ist komplex-chaotisch und von vielen Faktoren abhängig. Immerhin gab es erdgeschichtlich lange Phasen mit weit höheren Temperaturen. Viele Wissenschaftler meinen darum, dass der CO2-Anteil nur die Hälfte oder weniger der Erderwärmung verursacht.
Dies wird durch die Klimasensitivität, dargestellt in Grad Celsius, beschrieben. Gemeinhin werden Werte um 3 Grad behauptet, um die sich die Erdtemperatur erhöht, wenn sich der CO2 Anteil verdoppelt. Allerdings dvergieren hier die Argumente weit. Der Weltklimarat (IPCC) weist in seinen Assessment Reports zwei Werte der Klimasensitvität aus:
- ECS – Equilibrium Climate Sensitivity – Da sich einige Anpassungen des Klimasystems, im Besonderen des Wärmegehalts der Ozeane, nur sehr langsam einstellen, soll dieser Wert laut Modellrechnungen erst in mehreren Hundert Jahren erreicht werden. Die Modelle (CMIP) weisen hier eine weite Spannbreite zwischen 1,5 und 6 Grad aus. Daraus wird vereinfacht von meist 3 Grad hergeleitet, der sich aber erst in wesentlich längeren Zeiträumen einstellen soll, aber dennoch irreführend für die erwartete Temperatur am Ende des Jahrhunderts herangezogen wird.
- TCR – Transient Climate Response – die Reaktion des Klimasystems in wenigen Jahrzehnten. Eigentlich wäre dies der Ansatz, der zur Temperaturabschätzung zum Ende des Jahrhunderts herangezogen werden müsste. Der AR6 weist hier aber lediglich eine Spannbreite von 1,2 bis 2,4 Grad aus – mit dem Mittelwert von 1,8 Grad. Siehe https://www.ipcc.ch/report/ar6/wg1/figures/chapter-7/figure-7-18
Dieser Wert wird allerdings in der medialen Kommunikation selten aufgeführt. Zudem gibt es eine Reihe von Studien, die zum Teil erheblich geringere Werte der Klimasensitivität ausweisen – teilweise deutlich unter einem Grad. Die starke Spannbreite der Werte zeigt die erhebliche Unsicherheit in der quantitativen Bestimmung. Dabei ist die direkte Wirkung des CO2 Anteils physikalisch gut vermessen: Er beträgt etwa ein Grad. Aber das Klimasystem steht in mehren Rückkopplungen, im Besonderen der Wasserdampfverstärkung, so das meist wesentlich höhere Werte angenommen werte. Andere Wissenschaftler kommen zum Ergebnis, dass die Klimasensitivität unter einem Grad sei, denn es gibt auch negative Rückkopplungen.
Im Allgemeinen werden die steigenden CO2 Emissionen als Ursache des Anstieg des CO2 Anteils der Atmosphäre ausgewiesen. Auch hier divergieren die Angaben, denn im natürlichen CO2 Kreislauf werden erheblich größere Mengen von CO2 natürlich emittiert und absorbiert. Man geht darum davon aus, dass nur etwa die Hälfte des zusätzlich emittierten CO2 zum Anstieg des CO2 Anteils beiträgt. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um einen proportionalen Anteil der Absorption, der sich entsprechend der Emissionen entwickelt. Sondern aufgrund des hohen Anteils natürlicher Emissionen verändert sich die Absorptionsrate weit geringer, aber Wirkungen, wie die gesteigerte Photosynthese wesentlich stärker. Darauf wie im Besonderen Prof. Ganteför hin. Für Netto Null Zuwachs bräuchte es demnach erheblich weniger Einsparungen als absolut Null.
Da die Meinungen die in der Politik und Mainstream-Medien auf deutlich höhere Werte und vermeintlich katastrophale Folgen verbreitet, wird ein unmittelbares Motiv zu radikalen CO2 Reduktion vertreten. Das Pariser Klimaschutz-Abkommen versuchte das Ziel, eine Erhöhung der Temperatur auf 1,5 Grad zu begrenzen, festzuschreiben. Der Klimaschutz wurde sogar als Ziel in das deutsche Grundgesetz aufgenommen und in eine Vielzahl von Gesetzen geprägt. Dies hat erheblichen Einfluss auf das Wirtschaftssystem.
Experten und Argumente
Viele Menschen fühlen sich von der Sachdiskussion und der Menge der Argumente überfordert und wagen es nicht, sich eine eigene Meinung zum Thema zu bilden, sondern verlassen sich lieber auf Experten, denen sie ein sachgerechtes Urteil zutrauen. Sie weisen häufig eine inhaltliche Diskussion zurück, denn derjenige, der Sachargumente vorträgt, sei entweder kein Experte oder wäre interessengeleitet und damit moralisch korrumpiert.
Nun ist es leider so, dass man für nahezu jede Meinung einen Experten finden kann, der geschmückt mit akademischen Titeln Ansichten öffentlich vertritt, die sich oft leicht widerlegen lassen. Die Mächtigen in Medien und Politik wählen dann die Experten aus, deren Meinungen ihnen am besten passen. Auch ist die Frage der Interessenleitung wohl absolut jedem Beteiligten zu unterstellen. Gerade die vorherrschende Meinung zahlt sich für Wissenschaftler aus, denn die wissenschaftliche Karriere ist stark bedroht für alle, die dem Mainstream widersprechen.
Dies gilt dann nicht nur für die Klimawissenschaften, sondern auch für die Volkswirtschaft. Die Demokratie setzt allerdings den mündigen Bürger voraus, der den Mut hat, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen. Wer allerdings argumentfrei irgend welchen Experten als Autoritäten vertraut, wird zum Spielball jener, die jene Experten auswählen und damit die Deutungshoheit beanspruchen.
Letztlich sind es dann nicht Sachargument, sondern eine verbreitete Ideologie, die politisch relevant wird. Der mündige Bürger kann sich allerdings nicht argumentfrei auf das Vertrauen in präsentierte Experten verlassen, denn dadurch ist er hochgradig manipulierbar. Es bleibt darum unverzichtbar, sich mit den Sachargumenten zu beschäftigen. Am Einfachsten ist hier die Beachtung des Prinzips, jeweils die andere Seite zu hören – Audiatur et altera pars
Narrative
Narrative sind wirkmächtige Erzählungen, die jenseits von einzelnen Argumenten Grundeinstellungen transportieren. Das vorherrschend Narrativ zum Klimaschutz teilt sich in einige Varianten auf:
- Radikale Klimarettung: Der Klimaschutz ist die Schicksalsfrage der Menschheit. Darum muss zu diesem Zweck der Wohlstand geopfert werden. Diese Erzählung wird am markantesten von Ulrike Herrman (Das Ende des Kapitalismus) vertreten. Vorbild hier ist die britische Kriegswirtschaft.
- Kompatibler Klimaschutz: Klimaschutz hat Priorität vor anderen Gesellschaftspolitischen Zielen. Aber es ist möglich, diese zu vereinbaren, in dem man die Chancen einer Dekarbonisierungsstrategie nutzt und auch den Wohlstand erhält. Kritiker halten das für eine Irreführung, denn alle Klimaschutzmaßnahmen beeinträchtigen das Wirtschaftsleben und damit den Wohlstand massiv.
Die Gegennarrative:
- Klimaschutz ist eine Illusion, da nationale Ziele im globalen Maßstab wirkungslos verpuffen. Der Anteil Deutschlands an den anthropogenen CO2-Emissionen liegt bei etwa 1,8 %, aber selbst wenn dieser Anteil auf 0 % gesenkt würde, gäbe es keine Einsparung, denn es würde lediglich eine Verlagerung der gleichen Emissionen ins Ausland statt finden. Hierbei ist es völlig egal, ob die Horrorszenarien der Klimawarner zutreffen oder nicht, denn wenn wir absolut nichts daran ändern könnten, sind auch keine Maßnahmen sinnvoll. Vielmehr würden ruinöse Maßnahmen nur andere Länder abschrecken, jene Strategie zu verfolgen.
- Es gibt keine Klimakatastrophe: Da die wissenschaftlichen Belege zu dünn sind, die hier eine große Gefahr behaupten, ist jede Maßnahme zum Klimaschutz völlig unnötig. Maßnahmen, die auf den bloßen Verdacht hin erfolgen, es könnte ja doch sinnvoll sein, sind nur dann vertretbar, wenn sie zu keinen wesentlichen Einschränkungen des Wirtschaftslebens führen.
Sicher gibt es eine Menge von Varianten, aber alle sind mehr oder weniger auf diese vier Grundmuster zurück zu führen. So ist das Motiv, Deutschland müsse Vorreiter in Sachen Klimaschutz sein, von der Idee geprägt, dass andere Länder folgen würden, aber nichts dergleichen ist zur Zeit zu beobachten. Dieses Motiv ist je Ausprägung dem ersten oder zweiten Narrativ zuzuordnen. Welches Narrativ die weiteste Verbreitung in der Bevölkerung hat ist schwer zu sagen. In den Medien und Politik wird vor allem die Variante des Kompatiblen Klimaschutzes propagiert.
Klimamoral
Allen Klimaschützern ist zu eigen, dass sie an die reale Gefahr durch den Klimawandel glauben und die Maßnahmen dagegen für notwendig und wirksam halten. Daraus und der Sorge um die Zukunft erwächst für sie die moralische Pflicht aktiv den Klimaschutz zu befördern. Verhaltensweisen, die als klimaschädlich gelten, aber dennoch praktiziert werden, führen zu Schuldgefühlen. Zum Beispiel gibt es den Begriff der Flugscham, bei dem Menschen auf Flugreisen nicht verzichten wollen, obwohl sie diese für klimaschädlich halten. Zur Kompensation bekennen sie sich um so stärker zum Klimaschutz oder wählen zumindest die Grünen. Untersuchungen zeigen, dass die durchschnittliche Flugzeug-Nutzung unter den Grünen-Wählern am höchsten ist.
Die moralische Aufladung des Themas geht dann so weit, dass man hier Andersdenkende für moralisch verwerflich hält und ihnen unlautere Motive unterstellt. So seien Kritiker vorgeblich von ‚der Industrie‘ bezahlt und darum nicht ernst zu nehmen, auch wenn nachweislich weit über 90 % der Geldmittel für die Klimaforschung für die Alarmierung verwendet wird. Die Interessen, die diese Mittelallokation treiben, sind teilweise ebenso finanzieller Natur, denn um den Klimaschutz sind milliardenschwere Industrien entstanden, die phantastische Margen einstreichen. Wissenschaftler, deren Karriere, Job und Forschungsmittel davon abhängen, ob sie den Erwartungen der Geldgeber entsprechen, werden sehr vorsichtig sein, kritische Einschätzungen oder Forschungsergebnisse zu veröffentlichen. Trotz dieser deutlichen Heuchelei und moralischer Korruption ist vermutlich die dominante Form der Klimaschützer die des Überzeugungstäters. Da aber, wie oben gezeigt, die sachlichen Gründe hierfür sehr dünn sind und einer Überprüfung in der Regel nicht stand halten, ist es vor allem die ideologische Verfestigung, die hier die Ansichten prägen.
Eine besondere Variante der Klimamoral bezieht sich auf die sogenannte Klimagerechtigkeit. Dies geht davon aus, dass der menschengemachte Klimawandel viele schädliche Folgen hat, die vor allem die Entwicklungsländer treffen. Die Ursachen lägen aber vorwiegend bei den Industrieländern. Diese seien darum verpflichtet, Ausgleichszahlungen an die unterentwickelten Länder zu leisten und dies Länder von Klimaschutzmaßnahmen zu dispensieren. Um so mehr werden die Industrieländer durch Klimaschutzmaßnahmen belastet – aus moralischen Gründen. Es ist erkennbar, dass der globale ‚Klimaschutz‘ kaum konsistent betrieben werden kann, wenn wesentlich Teile der Weltbevölkerung vom Klimaschutz ausgenommen werden und gerade dieser Teil der Weltbevölkerung stark steigt. Eingedenk dessen ist die Wirksamkeit jeder Klimaschutzmaßnahme fragwürdig und die Kausalbeziehung von einer historischen Schuld für Wetterkatastrophen nicht nachweisbar.
Wie stark moral und ideologische Festlegungen die konkreten Maßnahmen und damit das Wirtschaftssystem und den Wohlstand beeinflussen, zeigen die folgenden Fakten.
Erfolgsfaktoren der Volkswirtschaft
Offensichtlich gibt es sehr unterschiedliche erfolgreiche Gesellschaften in Bezug auf das Ziel, seiner Bevölkerung Sicherheit und Wohlstand zu gewähren. Vielfältige Faktoren können dazu Beitragen, bzw. dieses verhindern. Allgemein gilt, dass die Volkswirtschaften international konkurrenzfähige Produkte herstellen müssen. Dies führt zu einem Anpassungsdruck auf die Kapital- und Arbeitskosten. Kapitalkosten werden bestimmt durch die Sicherheit, das eingesetzte Kapital verlustfrei und profitabel zu investieren. Arbeitskosten sollen die Preise im internationalen Vergleich anpassen. Hohe Arbeitskosten können durch Marktnischen, Produktivität und besondere Marktstellung erreicht werden.
Hier sind von besonderen Interesse die Standortkosten. Diese konstituieren sich vor allem durch die Kosten der Infrastruktur. Der aktuell wichtigste Faktor ist darin die zuverlässige und kostengünstige Versorgung mit Energie. Dies ist die Schlüsselfrage, wie sich Volkswirtschaften entwickeln.
Im Zuge der Klimarettung wird ein radikaler Umbau der Wirtschaftssysteme unter dem Stichwort der Dekarbonisierung angestrebt. Die Transformationskosten ließen sich als Investition rechtfertigen, wenn die Zielerreichung absehbar ist und im Zielzustand eine konkurrenzfähige Produktion besteht. Kritiker bezweifeln aber, dass eine weitgehende Dekarbonisierung überhaupt erreicht werden kann und dass am angestrebten Ziel eine konkurrenzfähige Wirtschaft entstehen kann, sondern dass ein wirtschaftlicher Zusammenbruch droht.
Wie sehr ideologische Vorgaben bereits rationale Entscheidungsprozesse völlig außer Kraft setzen und zu dysfunktionalen Luftschlössern führen, kann an der deutschen Energiewende gezeigt werden.
Scheitern mit Ansage
Florian Blümm stellt in dem Artikel Backup-Kraftwerke: Wasserstoff vs Carbon Capture vs Kernkraft die politische Vorgabe der Dekarbonisierung nicht in Frage, sondern behandelt ausschließlich die Frage, wie und durch welche Kosten dies erreicht werden kann. Abgesehen davon, das dieses Ziel nach den o.g. Erläuterungen selbst bereits fragwürdig ist, erörtert Blümm die Ergebnisse aus Studien zur Problemlage.
Die Vorstellung, das sogenannte ‚Erneuerbare Energien‘ – also Photovoltaik und Windkraft – die Basis für die Wirtschaft bilden sollen, ist durch das Problem belastet, dass diese keine gesicherte Leitung bereit stellen können. Dies erfordert die Präsenz von Backup-Kraftwerken, deren Kosten entsprechend einzupreisen wären.
Gesicherte Leistung: Warum Backup-Kraftwerke?
Nachts ist die solare Erzeugungsleistung immer Null, egal wie viel Photovoltaik es gibt. Und bei Windflaute liefern auch Millionen Windräder kaum Strom.
Während einer Dunkelflaute kann die Erzeugung durch Wind- und Solaranlagen auf nahe Null fallen.
Energiesysteme sind grundsätzlich auf den Worst Case ausgelegt. Es muss genug Backup-Kraftwerke geben, um die Nachfrage ohne Wind und Sonne decken zu können.
….
Die Wasserstoff-Kraftwerke und vor allem der Wasserstoff kosten natürlich. Die Betreiber schicken die Rechnung auf die eine oder andere Art an uns Verbraucher.
Und die Rechnung in Deutschland fällt deutlich höher aus als in allen anderen Ländern. Wir setzen nämlich auf eine Wasserstoff-Monokultur statt auf einen Technologie-Mix.
…
Die meisten Menschen denken bei Stromspeichern an Batterien und Pumpspeicher. Deren Kapazität ist aber um Größenordnungen kleiner als die von Wasserstoff-Speichern.Batterien und Pumpspeicher helfen trotzdem durch das sogenannte Peak-Shaving. Das ist eine Lastverschiebung innerhalb eines Tages, um Spitzen zu glätten.
https://www.tech-for-future.de/gesicherte-leistung/
Sechs Studien wurden verglichen mit den aktuellen Plänen der Bundesregierung.

Dies Graphik zeigen die unterschiedlichen Lösungsansätze aus den Studien. Die Kosten werden dann so ermittelt:

Die Kostenunterschiede scheinen zunächst gering, aber sie machen den Unterscheid zwischen einer florierenden Wirtschaft, die Voraussetzung für einen Sozialstaat sind und einem Wirtschaftszusammenbruch, da sich eine konkurrenzfähige Wirtschaft so nicht mehr darstellen lässt … was dann zur Kapitalflucht führt. Im Besonderen sind alle Lösungsansätze, die auf Wasserstoff als Energiespeicher bauen, erheblich teurer. Hier handelt es sich auch nicht um ein Mangel an technologischer Entwicklung, die durch geniale Erfindungen behoben werden könnte – diese Erwartungen wurden in den Studien bereits berücksichtigt und abgeschätzt. Bestehende Lösungen auf Basis von grünem Wasserstoff sind noch mehrfach so teuer, aber die Studien haben einen optimistische Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft angenommen. Aber auch das hilft nicht!
Blümm erläutert, dass die Dekarbonisierung in der Stromerzeugung mit Kernkraft und CCS mit wesentlich geringeren Kosten erreicht werden könnte.
Die CO2-Emissionen fossiler Erdgaskraftwerke müssen durch Carbon Capture and Storage entfernt werden. Bei häufig laufenden Gaskraftwerken geschieht das direkt per Filter aus dem Abgasstrom.
https://www.tech-for-future.de/gesicherte-leistung/
Die aktuellen Bestrebungen sehen dies jedoch nicht vor. Wegen der politischen Vorgabe der Grünen wird CCS und Krenkraftnutzung radikal abgelehnt. Darum erscheint ein wirtschaftlicher Niedergang als Folge dysfunktionaler Energieversorgung unvermeidbar.
